Automationsgerechte Lohnabzüge by Professor Dr. August Marx, Dr. Günter Metz (auth.)

By Professor Dr. August Marx, Dr. Günter Metz (auth.)

In den Lohnbüros der öffentlichen und privaten Unternehmen ist die Lohnerrechnung zu einem vorrangigen, aber auch schwierigen professional­ blem geworden. Gründe hierfür sind der Personalmangel in diesem Bereich, die durch den Wettbewerb bedingte Notwendigkeit zu ratio­ nalisieren und die Verwendung datenverarbeitender Anlagen. In der Praxis der Betriebe, gleich welcher Größe, erfordert es einen beachtlichen Zeitaufwand, die Abzüge in der Lohnerrechnung zu er­ mitteln. Die hierzu bestehenden gesetzlichen Regelungen, Tarifver­ träge und betriebsinternen Vereinbarungen enthalten eine außer­ ordentliche Vielfalt von Vorschriften. Ihre Kompliziertheit, besonders die der Sonderregelungen im Steuerrecht und in der Sozialversiche­ rung, erschwert erheblich die maschinelle Abrechnung und bedingt vielfach einen unwirtschaftlichen Einsatz der Lochkartenmaschinen und der elektronischen Rechenanlagen. Aufgrund dieser betrieblichen Erfahrungen befassen sich Praktiker privater und öffentlicher Verwaltungen sowie Vertreter der Wissen­ schaft, der Arbeitnehmer und der Arbeitgeber in einer AWV-Arbeits­ gruppe mit den Fragen der automationsgerechten Lohnerrechnung, um eine Vereinheitlichung und Vereinfachung der Abzüge zu er­ reichen. Herr Professor Dr. August Marx, Wirtschaftshochschule Mannheim, erhielt auf Anregung eines Wirtschaftsverbandes den wissenschaft­ lichen Forschungsauftrag, die derzeitigen Schwierigkeiten zu unter­ suchen. Sein Bericht faßt die Untersuchungsergebnisse zusammen und zeigt, daß erhebliche Rationalisierungsmöglichkeiten auf diesem Ge­ biet noch ungenutzt sind. Die Reformvorschläge sollten daher die Gesetzgeber und die öffentlich-rechtlichen Institutionen veranlassen, die Belange der maschinellen Abrechnung im Rahmen einer koordi- 6 Vorwort nierten Gesetzgebung zu prüfen und zu berücksichtigen. Gleiches gilt für den Abschluß der Tarifverträge durch die Tarifpartner. Es ist zu erwarten, daß sich dadurch beträchtliche Erleichterungen in den pri­ vaten und öffentlichen Unternehmen ergeben.

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Die Grenze von 15 000 DM wird von Arbeitnehmern, die Anspruch auf tarifliche Zuschläge haben, nur in Ausnahmefällen überschritten. Dennoch muß bei allen infrage kommenden Arbeitnehmern ständig geprüft werden, ob die Grenze von 15 000 DM überschritten wird. Diese Kontrolle bereitet aber den Lohnbüros Mehrarbeit, die in keinem Verhältnis zum Steueraufkommen steht. B. monatlich beachtet werden, ob der Verdienst des einzelnen Arbeitnehmers unter oder über 1250 DM liegt. Eine ungleichmäßige Verdiensthöhe verursacht dann auch eine ungleichmäßige Besteuerung.

38}. 3. Gesamtsystem der Sozialversicherung (16) Angleichung von Arbeitern und Angestellten in der Sozialversicherung (S. 41}. 41). (18} Gemeinsame Beitragsbemessungsgrenze für Krankenversicherung und Arbeitslosenversicherung (S. 42}. (19} Gegenseitige zeitliche Abstimmung der drei Sozialversicherungs(20) sparten beim Erlaß neuer Gesetze und Verordnungen (S. ). (21} Gegenseitige sachliche Abstimmung der Sozialversicherungsspar(22) ten bei den Bestimmungen über die Versicherungspflicht (Aushilfstätigkeit, Lehrlinge} (S.

Die Pauschfreibeträge für Sonderausgaben gehen auf das Jahr 1953, die Pauschfreibeträge für Werbungskosten auf das Jahr 1957 zurück. In der Zwischenzeit haben sich infolge der gestiegenen Löhne und Gehälter auch die Sonderausgaben (höhere Beiträge zur Sozialversicherung, höhere Kirchensteuerabgaben) und die Werbungskosten (zunehmende Motorisierung, Pendelverkehr) stetig erhöht. Aufgrund der Untersuchungsergebnisse in den einzelnen Betrieben wird deshalb vorgeschlagen, (9) diese Freibeträge zu erhöhen, um der derzeitigen Belastung der Arbeitnehmer mit Werbungskosten und Sonderausgaben gerecht zu werden.

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