Beiträge zur Geschichte der Technik und Industrie: Jahrbuch by Conrad Matschoss

By Conrad Matschoss

Die Technik hat unserer Zeit ihr Geprage gegeben. Aus dem Leben der Kultur volker lassen sich die Meisterwerke der groBen Ingenieure nicht mehr hinweg denken. Dampfschiff und Lokomotive haben dem Menschen die Welt erobert. Vereint mit dem Telegraphen und dem Telephon verkurzen sie Raum und Zeit in fruher nie gekanntem MaBe. Dnd heute arbeitet guy unter der begeisterten Anteil nahme der ganzen Welt daran, mit Luftschiff und Flugmaschine das uns umgebende Luftmeer zu erobern. Seitdem es dem Menschen gelungen ist, die gewaltigen Energiequellen unserer Brennstoffe zuerst in der Dampfmaschine und dann neuerdings in den Verbrennungs kraftmaschinen in Arbeit umzusetzen, ist das Reer der eisernen Sklaven, die, ohne mude zu werden, willenlos dem Willen des Menschen gehorchen, ins RiesengroBe gewachsen. Damit haben sich die Grundlagen aller gewerblichen Tatigkeit von Grund aus verandert. In aIle Arbeitsgebiete des Menschen ist seitdem die Maschine eingedrungen und hat das wirtschaftliche Leben in vorher nicht geahnter Weise gesteigert. Das Zeitalter der heutigen Technik hat gewaltige soziale Verschiebungen heraufbeschworen. Der Tatigkeitsbereich von Staat, Stadt und Gemeinde ist durch die Technik in gewaltiger Weise ausgedehnt worden. Die groBen Stadte konnen ohne Wasserwerke, Kanalisationsanlagen, Licht- und Kraftwerke nicht mehr bestehen. Der Staat benutzt fur Reer und Flotte in ausgedehnter Weise die Er rungenschaften der Technik. Das heutige Geistesleben ist undenkbar ohne Buch und Zeitungsdruck, und das gedruckte Wort wird durch die Verkehrsmittel erst zu groBter Wirkung gebracht.

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Der Vorfall mit dem Re d'Italia zeigte, daB es notwendig sei, das Ruder und dessen Bewegungsmechanismus besser zu schiitzen. Der Brand auf dem Palestro ergab, daB auch auf Schiffen mit eisernem Rumpf noch so viele brennbare Stoffe verbaut wurden, daB groBe Feuersbriinste entstehen konnten. Es war dies eine Erfahrung, die noch viele Jahre hindurch nicht hinreichend gewiirdigt wurde. Die Aussichtslosigkeit eines Kampfes ungepanzerter Schiffe gegen gepanzerte wurde aufs neue bestatigt, die Holzschiffe hatten die weitaus groBten Verluste gehabt.

Hierdurch aufgehalten, erhielt er einen SchuB, der durch das Deck in den vorderen Mannschaftsraum eindrang und den Leutnant Jespersen totete und 9 Mann verwundete. Vor dem Dbergang der PreuBen nach Alsen, der am 29. J uni morgens urn 2 Uhr begann und am nordlichen Ausgang des Alsensundes stattfand, lag Rolf Krake in der Augustenhurger Fohrde. Er dampfte heran und lag urn 3 Uhr vor dem Sund und beschoB die die Truppen iibersetzenden Boote niit Kartatschen, schoB aber zu hoch, so daB er auch hier nur sehr geringen Schaden anrichtete.

Und Favourite von 2400 t, fUr die man den Rumpf in Bau befindlicher Schiffe benutzte, den ungepanzerten Teil aber aus Eisen baute. Enterprise war ein Kasemattschiff mit durchlaufendem Gurtel, der Panzer im Maximum II4 mm dick. Die Bestuckung bestand aus 4 Kanonen von 18 cm, die Geschwindigkeit betrug fast 10 Knoten, der Kohlenvorrat 22 t. Die SegelfHiche war groB, 890 qm. Favourite und Research waren in der ganzen Lange bis zum Oberdeck gepanzert und die groBte Panzerdicke war ebenfalls II4 mm.

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