Das Gewerbeekzem: Pathogenese · Diagnose by R. L. Mayer

By R. L. Mayer

Dieser Buchtitel ist Teil des Digitalisierungsprojekts Springer publication information mit Publikationen, die seit den Anfängen des Verlags von 1842 erschienen sind. Der Verlag stellt mit diesem Archiv Quellen für die historische wie auch die disziplingeschichtliche Forschung zur Verfügung, die jeweils im historischen Kontext betrachtet werden müssen. Dieser Titel erschien in der Zeit vor 1945 und wird daher in seiner zeittypischen politisch-ideologischen Ausrichtung vom Verlag nicht beworben.

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Außerdem tritt eine derartige unspezifische Polyvalenz zwar häufig, aber durchaus nicht regelmäßig ein und steht auch nicht, soweit wir wenigstens wissen, mit irgendeiner bestimmten Idiosynkrasie oder einer bestimmten Noxe in Beziehung. Wir können manchmal nachweisen, daß mit dem Abheilen des Ekzems auch die Polyvalenz verschwindet, und daß dann nur noch die eine Noxe zu Reaktionen führt, gegen welche die spezifische Idiosynkrasie eingestellt ist. Es gibt aber Fälle, in denen sie bestehen bleibt; dann heilt das Ekzem auch nach Ausschaltung der Noxe, welche die ursprünglich auslösende Ursache war, nicht ab, weil nunmehr alle möglichen banalen Reize, wie sie im täglichen Leben gar nicht zu vermeiden sind, das Leiden ständig aufrechterhalten.

Ebenso wie ich auf die Klinik der Gewerbeekzeme nicht näher eingehen konnte, muß ich auch bezüglich der Therapie auf die einschlägigen Lehrbücher verweisen. Ich möchte aber anschließend an die letzten Erörterungen über die Desensibilisierung einiges über die praktische Anwendung dieser Methode sagen. Bei der spezifischen Desensibilisierung kann die Zufuhr der desensibilisierenden Substanz auf drei verschiedenen Wegen erfolgen: Erstens perkutan, indem man sie auf die Haut nach Art der später zu beschreibenden Reizproben einwirken läßt.

Die Volksmedizin jedoch bedient sich ihrer auch bei ekzematösen Erkrankungen schon seit vielen Jahrhunderten; genau so wie sich die Imker schon lange vor der wissenschaftlichen Durchforschung dieser Frage willkürlich desensibilisierten, sollen sich die chinesischen Lackarbeiter, bei denen Rhusdermatitiden sehr häufig sind, selbst unempfindlich machen, indem sie sich systematisch die Arme mit den Blättern des Giftsumach abreiben. Von dieser spezifischen Desensibilisierung ist die unspezifische abzutrennen, und zwar müssen wir hier verschiedene Methoden unterscheiden.

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